Badegewässer – Algenblüten aus dem All überwachen

Wer Badegewässer überwacht, braucht schnelle und präzise Einblicke in deren Veränderungen. Satellitenbasiertes Monitoring erleichtert fundierte Entscheidungen für Ihr Gewässermanagement: Sie können Algenblüten nahezu in Echtzeit erkennen, Trends rückwirkend analysieren und frühzeitig auf Risiken reagieren.

Badegewässer-Monitoring per Mausklick

Kommunen, Kreisverwaltungen und Landesbehörden können auf Satellitendaten vertrauen, um Badegewässer zeit-, personal- und kostensparend zu überwachen. Die Daten in bestehende Messreihen zu integrieren, ist denkbar einfach.

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Chlorophyll-Messungen an der Mecklenburgischen Seenplatte, prozessiert und visualisiert in der eoappTM AQUA

Warum Monitoring mit Satelliten?

Aktuell und zeitsparend

Satelliten liefern rasch und zuverlässig Daten zur Wasserqualität, von langen Zeitreihen bis hin zu tagesaktuellen Werten. Automatisierte Analysen und Berichte erleichtern Ihre Arbeit.

Das bedeutet: Deutlich weniger oder gar keine Probenahmen, dafür aber ein Vielfaches an aussagekräftigen Daten.

Objektiv und zuverlässig

Standardisierte, satellitenbasierte Messverfahren gewährleisten Messwerte gemäß den Maßgaben der EU-Badegewässerrichtlinie.

Erprobt von Landesbehörden, die diese neue Technologie bereits seit Jahren erfolgreich einsetzen.

Einfach und übersichtlich

Dashboards ermöglichen rasche Übersicht, auch über hunderte Gewässer. Per Alarm-Funktion werden Sie automatisch informiert, sobald kritische Schwellwerte überschritten werden.

So behalten Sie all “Ihre” Gewässer effizent im Blick.

So beobachten wir gemeinsam Ihre Badegewässer

Was wir messen

  • Chlorophyll-a (CHL)
  • Sichttiefe (SDD)
  • Algenblüten-Indikator (HAB)

Die Kombination all dieser Parameter eignet sich bestens, um Massenentwicklungen von Cyanobakterien zu erkennen und überwachen.

Hier lesen Sie mehr zur Technologie und allen Parametern.

Datenbewertung  

Mit der Web-App eoappTM AQUA können Sie mit wenigen Mausklicks Daten prozessieren und auswerten. Zum Beispiel ermöglicht die App:

  • Zeitreihen-Analysen diverser Standorte und Parameter
  • Trendbewertung, um saisonale Schwankungen und Gefahren zu erkennen
  • Zeitgleicher Überblick über viele kleinere Gewässer
  • Raschen Datenzugriff innerhalb weniger Stunden

Warnfunktion

Für alle Badegewässer, die in der eoapp AQUA TM erfasst sind, können Sie eine Warnfunktion aktivieren.

  • mit individuell definierten Schwellenwerten
  • automatisierten Statusmeldungen
  • Ampel-artige Kennzeichnung jedes Gewässers zur raschen Übersicht

Dies ermöglicht Ihnen, den Überblick zu wahren sowie kritische Entwicklungen in Gewässern frühzeitig zu erkennen und zu reagieren, bevor Schaden entsteht.

Ihr Datenzugang 

All Ihre Messergebnisse können Sie in der eoappTM AQUA

  • einfach und schnell analysieren
  • in übersichtlichen Dashboards visualisieren
  • diese Ansichten via “drag and drop” nach Ihren Bedürfnissen gestalten
  • dabei Daten und Grafiken exportieren sowie
  • mit Kolleg*innen und Partnerbehörden teilen

Alternativ können wir die Messungen per API mit Ihrer in-house-Anwendung verknüpfen.

Warum EOMAP

Sie können auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Gewässer-Monitoring vertrauen:

  • Behörden auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene nutzen seit vielen Jahren unsere Daten für verschiedenste Anwendungen.
  • Unsere Dienste sind darauf ausgerichtet, die Berichtspflichten im Sinne der § 8 und § 9 der EU-Badegewässerrichtlinie zu unterstützen.
  • Alle Auswertungen basieren auf einem patentierten physikalischen Prozess. Dieses Verfahren liefert – ohne in-situ Daten zu benötigen – sehr verlässliche Ergebnisse.
  • Diese Technologie funktioniert sensorübergreifend für sämtliche multispektrale Satellitendaten, die es derzeit gibt.
  • Unser Team an erfahrenen Fachleuten betreut sie schnell, engagiert und gerne.
Massower See Montage

Massower See, Mecklenburgische Seenplatte
Oben: 9. Mai 2022, Unten: 6. August 2022

Webinare und mehr Infos

Eoapp Aqua Megamenue

eoapp aqua

Die Web-App für Wasserqualitäts-Infos. Als Finalist beim Deutschen Innovationspreis 2025 vereinfacht sie die Überwachung von Gewässern weltweit erheblich.

gesperrtes Badegewässer wegen potenziell gesundheitsschädlicher Algenblüte

webinar

Im Webinar “Badegewässer aus dem All überwachen” zeigen wir, welche Parameter aus dem All sichtbar sind, und Beispiele aus Deutschland.

Badegewaesser Storymap Header Small

storymap

Scrollen Sie durch die interaktive Story samt Praxisbeispielen und sehen Sie, wie satellitengestütztes Gewässer-Monitoring funktioniert.

Ihr Weg zum Monitoring

Starten Sie jetzt mit effizienter, flächendeckender Überwachung Ihrer Badegewässer! – Nennen Sie uns einfach ein Gewässer Ihrer Wahl, und wir zeigen Ihnen unverbindlich, was möglich ist.

Fragen & Antworten

BereitsBereits 3 bis 12 Stunden nach der Erfassung oder Verfügbarkeit der Daten im Archiv erhalten Sie die Ergebnisse. Die Daten sind über die Web-App „eoappTM AQUA“ leicht zugänglich und werden automatisch hochgeladen, sobald ein neues Bild verfügbar ist.

Die Aufzeichnungen von Erdbeobachtungs-Satelliten reichen bis zu 40 Jahre zurück. Mithilfe übertragbarer Verarbeitungstechnologien können wir aus diesen historischen Daten Informationen zur Wasserqualität gewinnen. Bei älteren Satellitensensoren können die Qualität und die Auflösung der Informationen im Vergleich zu aktuellen Systemen geringer sein.

Unser umfassender Validierungsbericht stellt weltweite Maßnahmen für verschiedene Arten von Gewässern vor und wird regelmäßig aktualisiert.

Darüber hinaus führen wir gemeinsam mit anderen Institutionen und Partnern gezielte Feldkampagnen durch. Die Ergebnisse werden in begutachteten Fachartikeln veröffentlicht, wie beispielsweise in Bresciani, M. et al. (2019) „Monitoring water quality in two dammed reservoirs from multi-spectral satellite data“, European Journal of Remote Sensing, oder Matta, E. et al. (2023); „Data Integration for Investigating Drivers of Water Quality Variability in the Banja Reservoir Watershed“. Water 2023, 15, 607. https://doi.org/10.3390/w15030607.

Als allgemeine Regel gilt eine Mindestkartierungseinheit von mindestens 5×5 Wasserpixeln, abhängig von der Auflösung der Satelliten. Verwendet man einen Sensors mit einer Auflösung von 10 Metern, wie beispielsweise Sentinel-2, sollte die Wasserfläche somit mindestens 50×50 Meter umfassen. Andernfalls könnten benachbarte Landpixel mit dem Wasserpixel überlappen und die Messung der Wasserqualität beeinflussen.

Bitte beachten Sie, dass Reflexionen aus den Bodenbereichen des Gewässers das Signal stören können. Deshalb arbeitet EOMAP meist mit Pufferzonen von 1–2 Pixeln an der Uferlinie, um Signale ausschließlich aus „optisch tiefem Wasser“ zu erhalten. Dies gilt besonders für Gewässer mit sehr klarem Wasser und einer hohen Sichttiefe.

Nein, die angegebenen Parameter sind Werte, die von der Wasseroberfläche bis zur Eindringtiefe des Sonnenlichts integriert wurden. Wenn wir Wasserqualitätsdaten aus multispektralen Informationen ableiten, berücksichtigen die EOMAP-Algorithmen die unterschiedlichen Wellenlängen, die von der Eindringtiefe des Lichts abhängen.

Die Tiefen, anhand derer die Werte integriert werden, betragen etwa das 1,5-Fache der sichtbaren Tiefe und entsprechen somit der euphotischen Zone des untersuchten Gewässers.

Wolken, Wolkenschatten, Aerosole in der Atmosphäre sowie Sonnenreflexionen an der Wasseroberfläche können die Anzahl der verfügbaren Satellitenbilder verringern. Dies kann sich auf die Anzahl der Pixel der Wasseroberfläche auswirken. Im Allgemeinen hängen die Ergebnisse von den verwendeten Datenquellen und dem Untersuchungsgebiet ab.

Die Satellitenquellen, aus denen wir unsere Daten beziehen, weisen jedoch sehr kurze Wiederholungsintervalle von 1 bis 8 Tagen auf. Deshalb ist die Datenmenge in der Regel hoch genug, um aussagekräftige Daten für die Berechnung von mindestens wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Durchschnittswerten zu erhalten. Dies umfasst die Einrichtung von Alarm- und Warnsystemen, beispielsweise zur Früherkennung von Algenblüten.

Natürlich können regionale Unterschiede auftreten, die besondere Bedingungen und Herausforderungen mit sich bringen. Bitte kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Erfahrungen mit der Datenverfügbarkeit für Ihre Region zu erfahren.

Die ausgefeilten Algorithmen von EOMAP erkennen Wolken und deren Schatten, berücksichtigen eine dunstige Atmosphäre und Wasserflächen mit starken Sonnenreflexionen. Bilder aus diesen Bereichen werden während der Ermittlung der Wasserqualitätsparameter entfernt und fließen nicht in die Auswertung der pixel- oder polygonbasierten Daten ein.

Alle Daten werden in der cloudbasierten eoappTM AQUA dargestellt. Diese patentierte Web-App bietet verschiedene Funktionen für Zeitreihen, Diagramme und polygonbasierte Statistiken. Alle gelieferten Zeitreihendaten je Polygon sind über das Download-Center von eoappTM AQUA in Formaten wie MS Excel oder CSV zugänglich.

Darüber hinaus können Sie die Rasterdaten je Parameter herunterladen. Diese entsprechen den OGC-Standards und lassen sich problemlos in jedem GIS öffnen, visualisieren und analysieren.

Ja. Alle Ihre Vor-Ort-Messungen lassen sich problemlos öffnen und in Zeitreihen-Diagrammen mit den satellitenbasierten Wasserqualitätsdaten kombinieren. Sobald sie in die eoapp AQUA hochgeladen wurden, können Sie Felddaten in Ihre Analysen einbeziehen.

Schwimmende Vegetation wird erkannt, und die entsprechenden Pixel werden markiert. Daher werden Pixel in Bereichen, wo die Wasserfläche von Makrophyten bedeckt ist, bei der Ableitung der Wasserqualität durch EOMAP nicht berücksichtigt.

Submersive Makrophyten wachsen in der Regel in flachen Bereichen der untersuchten Gewässer. Dem tragen wir Rechnung, indem wir Pufferzonen an Ufern von Gewässern mit großer sichtbarer Tiefe einrichten.

So vermeiden wir den Einfluss der Wasserpflanzen auf die Wasserqualitätsdaten.